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Die Aufgaben eines Alchimisten

Was ist ein Alchemist

Als einen Alchimisten bezeichnet man einen Gelehrten, der sich mit der Kunst der Alchemie beschäftigt. Die Ursprünge der Alchemie liegen im arabischen Raum, sowie in Griechenland der Antike und man kann sie den Naturphilosophien zurechnen. Sie war bis ins 18. Jahrhundert dominierend in den Naturwissenschaften. Danach wurde sie allmählich von der modernen Chemie und der Pharmakologie abgelöst. Der Alchemist strebte hauptsächlich nach der Bewältigung zweier grundsätzlicher Ziele. Die Transmutation (Umwandlung) von unedlen Metallen zu Gold oder Silber und die Suche nach einem universellen Heilmittel (Panazee), das alle Krankheiten besiegt. Neben seiner rein praktischen Arbeit im Labor beschäftige sich der Alchemist auch mit philosophischen und religiösen Fragen. So gab es die Vorstellung, dass durch die Umwandlung der Metalle die Seele des Alchemisten geläutert wird. Verschiedene Metalle wurden mit den Zuständen der Seele gleichgesetzt. Bei Blei war die Seele in einem „dumpfen“ Zustand, während bei Gold die Seele sich in einem „erlösten“ Zustand befand. Alchemisten gaben ihr Wissen nur an die Schüler weiter, denen sie absolut vertrauten.

Die Arbeit des Alchemisten

Nach Vorstellung der Alchemisten sollten alle Metalle aus den Grundstoffen Schwefel und Quecksilber hergestellt werden. Sie experimentierten aber auch mit anderen Stoffen und Säuren, um so ihr Ziel der Transmutation von Metallen zu erreichen. Ein besonderes Augenmerk richteten die Alchemisten auf die Suche nach dem Stein des Weisen (Lapis philosophum). Dieses Elixier war als Katalysator für die Umwandlung der Metalle gedacht. Wie aber sollte nun diese Transmutation vonstattengehen. Das unedle Metall wird mit Hilfe des Steins des Weisen zur ersten Materie (prima materia), dem Urstoff, der in allen Materien enthalten ist, zurückgeführt. Aus diesem Zustand bringt man das Element dann in die Form der höchsten Materie (ultima materia). Aus dem so gewonnenen Stoff lässt sich nun entweder Gold (opus magnum) oder Silber (opus minus) herstellen.

Wichtige Entdeckungen der Alchemie

In der langen Geschichte der Alchemie ist es den Alchimisten nie gelungen unedle Metalle in Gold oder Silber umzuwandeln. Jedoch kam es immer wieder durch den experimentellen Charakter der Alchemie zu zufälligen Entdeckungen. So suchte Albertus Magnus (1200- 1280) nach einer Möglichkeit Gold und Silber zu trennen. Er experimentierte mit Salpeter, Vitriol und Alaun und entdeckte dabei eine Form der Schwefelsäure. Johann Friedrich Böttger (1682- 1719) entdeckte, bei seiner Suche nach der Herstellung von Gold, das europäische Porzellan. Auch das von den Chinesen erfundene Schwarzpulver wurde im Mittelalter von Alchemisten wiederentdeckt.